Kranplätze müssen verdichtet sein!


Und außerdem: „Die Leute kommen einfach ihrer Arbeit nicht nach weil die… weiß ich nicht… zu dumm sind oder was?!“

Berichte

Am Wochenende hatte ich die Ehre zwei Events beizuwohnen, wovon das eine eher enttäuschend, das andere hingegen richtig klasse war.

#1 02.10.2009 – No love for the Nation – Demo in Saarbrücken

Nach langer Autofahrt kamen wir schon fast zu spät in Saarbrücken an und machten uns auch sofort auf zum Treffpunkt, wozu wir einmal quer durch Saarbrückens Innenstadt und damit durch das „Bürgerfest“ zu den Einheitsfeierlichkeiten laufen mussten. Hier bot sich uns ein krudes Bild: Neben dem Informationsstand der Polizei und einem mit Deutschlandfähnchen geschmückten Zelt ließen sich Bockwurstbuden und allerlei andere Stände und Buden entdecken, in denen der anwesende Bürger alles haben konnte, was Deutschland kulturell und kulinarisch so zu bieten hat. Da wir uns allerdings beeilen mussten, konnten wir uns hier nicht länger aufhalten und deswegen kann ich auch nichts weiter über das Bürgerfest berichten.

Am Startpunkt der Demonstration angekommen machten wir uns erstmal ein Bild von den anwesenden Versammlungsteilnehmern. Gekommen waren zwischen 200 und 300 Leuten und das Publikum bestand den Fahnen und Transparenten nach zu urteilen größtenteils aus „ums ganze…“-Autonomen, Anarchosyndikalisten und auch ein Punkermob war mit von der Partie – na das konnte ja heiter werden. Die Demo lief also los unterlegt mit lauter Musik vom Lautsprecherwagen. Man passierte das Bürgerfest, wo sich die Vorzeige-Autonomen kleine Rangeleien mit der Polizei lieferten, welche allerdings schnell von einer anrückenden Hundertschaft beendet wurden, um danach durch die Saarbrückener Pampa zu ziehen.

Besonders erwähnenswert war der Punkermob, welcher sich durch permanentes Gegröle der unglaublich geistreichen Parole „Saarland assozial, schalalala“ auszeichnete. Während der ganzen Demo mussten sich Menschen mit USA- und Israel-Fahnen teilweise sehr aggressive, wenn auch zum Glück nur verbale, Angriffe einzelner Demonstrationsteilnehmer, besonders aus dem erwähnten Punkermob, gefallen lassen.

Ein Video der Demonstration:


#2 03.10.2009 – Electroparty in Siegen – mit Classless Kulla, Paul Perry und Pervert Pee

Insgesamt eine sehr coole Party!

Angekommen sind wir um ca 22:30 Uhr und es war natürlich noch nicht besonders viel los, weswegen sich die Organisatoren allerdings Sorgen machten, dass die Party vielleicht doch nicht der erhoffte Erfolg wird, was sich dann am Ende zum Glück nicht bestätigen sollte. Nach einer Stunde Wartezeit fingen dann schließlich Kulla und der Lasterfahrer mit ihrem Live-Programm an und sorgten für gute Stimmung unter den Partygästen. Musikalisch war das für mich mal eine ganz andere Erfahrung, war ich doch größtenteils wegen Paul Perry zu der Party gekommen, trotzdem hat es mir ganz gut gefallen.

Danach legte dann Pervert Pee auf und die Party füllte sich auch langsam aber sicher immer weiter. Nach ein oder zwei weiteren Stunden fing dann Paul Perry an und verbreitete in dem randvollen VEB eine super Stimmung. Um 8 Uhr morgens war die Party schließlich vorbei, was ich allerdings selbst nicht mehr mitbekommen habe, da ich mich bereits gegen 5 entfernt habe.

Fazit: Angenehmes Publikum, tolles Line-up, gute Stimmung. Die nächste Electroparty in Siegen kommt bestimmt! :-)

Juchu!

Und am Wochenende:

#1

#2

Ausführliche Erlebnisberichte beider Events sind dann ab Sonntag oder Montag hier auf dem Blog zu lesen.

10. Oktober

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Mal wieder ein Film…

Wie der ein oder andere weiß, bin ich begeisterter Film-Fan und möchte deswegen erneut ein paar Worte zu einem meiner Lieblingsfilme verlieren: Killing Zoe.

Ich habe mir den Film gestern am Abend angesehen und mal wieder festgestellt, dass es sich bei Killing Zoe um einen vortrefflich inszenierten Action-Thriller handelt, dem man das Mitwirken Tarantinos als Produzent deutlich anmerkt. Killing Zoe handelt von dem Safeknacker Zed, der nach Paris kommt, um dort mit einigen Freunden eine Bank zu überfallen. Die Truppe lässt es sich allerdings nicht nehmen die Nacht vor dem geplanten Überfall noch mal ordentlich zu feiern und diverse Drogen zu konsumieren, was den Banküberfall letztendlich in einem Fiasko enden lässt…

Heimlicher „Star“ dieses Films ist ohne Frage der an Aids erkrankte Anführer der Bande Eric. Sein Handeln bestimmt nahezu den gesamten Handlungsverlauf und, soviel sei verraten, er entscheidet sich natürlich nicht immer so, wie es sich der relativ nüchtern wirkende Zed vielleicht wünschen würde. Eric möchte gern ein knallharter und eiskalt berechnender Profi sein und versucht das durch sein Handeln seinem Umfeld immer wieder zu verdeutlichen, dem Zuschauer wird jedoch mehr und mehr klar, dass es sich bei ihm um einen blutigen Anfänger und labilen Psychopathen handelt, der gerne der besagte Profi wäre. Selbst in der aussichtslosen Situation, in der sich die Truppe befindet, glaubt Eric noch immer an seine vermeintliche Überlegenheit beziehungsweise seinen perfekten Plan, während alle anderen bereits die Ausweglosigkeit der Lage erkannt haben. Zwar gibt es die Figur des labilen Psychopathen bereits unzählige male in der Welt des Films, aber Eric stellt viele seiner Pendante anderer Filmen in den Schatten und macht Killing Zoe so zu einem äußerst sehenswerten Film.

Die guten Schauspieler und nicht zuletzt auch der gute Soundtrack machen Killing Zoe fast perfekt, wenn da nicht die deutschen Sprecher wären. Die deutsche Synchronisation ist ziemlich in die Hose gegangen und am schlimmsten hat es einen der Hauptcharaktere erwischt: Zed spricht mit einem Akzent, den man nur unter großen Schmerzen ertragen kann. Dem kann man sich allerdings entziehen, wenn man sich den Film in der Originalversion ansieht, was ich so oder so jedem empfehlen würde.

Auch bei Killing Zoe lautet also die Devise: Anschauen!